Publiziert 02. Okt. 2021, 10:34
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«Wir zeigen seit 1989, dass man mit E-Motoren vorwärts kommt»

Ein Hauch von E-Pioniergeist: Tempodrom-Chef Thomas Dinkel lässt seine Go-Karts nicht nur seit 32 Jahren elektrisch fahren, sondern baut und entwickelt die beliebten Boliden auch gleich selbst.

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George Stutz
Thomas Dinkel lädt in der Tempodrom-Boxenstrasse einen seiner Tomkarts.

Thomas Dinkel lädt in der Tempodrom-Boxenstrasse einen seiner Tomkarts.
zvg

Die Elektro-Faszination wird im Tempodrom seit jeher gelebt und weiterentwickelt, wie Thomas Dinkel erklärt.

Wie lange setzen Sie bereits auf E-Karts, darf man Sie auch als E-Mobilitäts-Pionier bezeichnen?
Thomas Dinkel: Inspiriert durch die damalige «Tour de Sol» setze ich seit 1989 auf Elektrofahrzeuge. Anfänglich importierte ich «Strassen E-Fahrzeuge», welche sich damals aber nicht durchsetzen konnten. Die Produkte und die Zeit waren noch nicht reif dafür. In dieser Zeit kam ich in Kontakt mir einem Elektro-Kart Hersteller, wonach ich mich auf die Suche nach einer Location für eine E-KartBahn machte. Fündig wurde ich auf dem Sulzer Areal in Winterthur. 1995 eröffnete ich mit meinem Bruder das Tempodrom, wo wir seit Beginn Elektro-Karts einsetzten.

Was viele nicht wissen ist, dass Sie nicht nur das Tempodrom betreiben, sondern selbst Go-Karts bauen.
Als ich 2007 neue Karts für das Tempodrom suchte, fand ich keinen Hersteller, welcher Karts nach meinen Bedürfnissen liefern konnte. Daraufhin entschied ich mich, mit meinen Mitarbeitern einen eigenen Kart zu entwickeln. Dank Mithilfe von externen Spezialisten wie das «Designwerk», Elektroingenieuren usw. produzierten wir die ersten eigenen Karts. Diese Mitarbeitern einen eigenen Kart zu entwickeln. Dank Mithilfe von externen Spezialisten wie das «Designwerk», Elektroingenieuren usw. produzierten wir die ersten eigenen Karts. Diese konnten wir auf der Kartbahn laufend testen und weiterentwickeln, und mittlerweile produzieren wir mit dem Tomkart www.tomkart.com den wahrscheinlich modernsten Elektro-Kart.

«Heute produzieren wir mit dem ‹Tomkart› den modernsten Elektrokart überhaupt.»

Sie selbst fahren auch auf der Strasse mit Strom?
Da ich von der Innovationskraft von Elon Musk sehr beeindruckt bin, fahre seit sechs Jahren einen Tesla.

Könnte man das Tempodrom auch als «Sprungbrett» zur E-Mobilität bezeichnen, wo gerade junge, künftige Autofahrer mit den positiven Eigenschaften von E-Motoren – etwa in Sachen Beschleunigungsvermögen – begeistert werden können und so ein Beitrag zu den Klimazielen geleistet werden kann?
Anfänglich hatten viele Kunden falsche Erwartungen vom Elektro-Antrieb. «Man höre und rieche nichts», waren häufig gehörte Aussagen. Mittlerweile hat sich das grundsätzlich geändert und die meisten Kunden schätzen den «geschmacklosen» Antrieb. Ob dies ein Beitrag zu den Klimazielen ist, kann ich nicht beurteilen. Aber es zeigt sicher vielen Leuten, dass man auch mit einem Elektro-Antrieb vorwärts kommt und Spass haben kann, was ja grundsätzlich zu einer besseren Akzeptanz führt.

Die steigende Beliebtheit von E-Fahrzeugen könnte dereinst auch zu Stromknappheit führen, Ziel wird sein, dort wo es möglich ist, das eigene E-Auto mit eigenem Strom von Photovoltaik-Anlagen zu betreiben. Sind solche Bestrebungen auch im Tempodrom vorhanden, werden die Karts bereits teilweise mit hauseigenem Strom betrieben?
Es ist unbestritten, dass E-Fahrzeuge den Strombedarf massiv erhöhen. Deshalb ist es unerlässlich, dass wenn man ein E-Fahrzeug kauft, sich auch in der Herstellung von erneuerbarer Energie engagiert. Ich persönlich betreibe privat wie auch auf dem Tempodrom je eine Photovoltaik-Anlage.

«Im Gegensatz zu früher, wird heute der ‹laut- und geschmacklose› Antrieb geschätzt.»

E-Bikes und E-Scooters erleben einen reg E-Bikes und E-Scooters erleben einen regelrechten Boom auf unseren Strassen, wären auch entsprechende Karts denkbar?
(Lacht). Das würde bestimmt mehr Action auf die Strassen bringen.

www.kart.ch