Publiziert 03. Nov. 2022, 08:19
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2,65 Millionen Franken Mehraufwand

Die Sanierung der Villa Flora wird teurer

Zäh verlaufendes Ausschreibungsverfahren und teures Baumaterial: Der Umbau der Villa Flora kostet deutlich mehr als geplant.

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red
Villa Flora: Der Umbau wird deutlich teurer als geplant.

Villa Flora: Der Umbau wird deutlich teurer als geplant.
George Stutz

Der Spatenstich für den Umbau der Villa Flora ist erfolgt, die Umbauarbeiten sind in vollem Gange. Wie die Stadt Winterthur nun mitteilt, kostet die Sanierung mit 11,2 Millionen Franken deutlich mehr als in der Projektierungsphase geplant. Die Mehrkosten von rund 2,65 Millionen Franken seien das Ergebnis einer zäh verlaufenen Ausschreibungsphase inmitten der Coronapandemie. Aufgrund der anspruchsvollen Bauausschreibung und der hohen Auslastung der in Frage kommenden Bauunternehmungen seien nur wenige Angebote eingegangen. Mehrere Ausschreibungen mussten gar wiederholt werden, heisst es im Schreiben weiter. «Die eingegangenen Offerten lagen dann aber mehrheitlich über dem Kostenvoranschlag.» Ebenfalls zu Buche schlagen würden die aktuellen Materialpreise. Zuerst die Pandemie und später dann der Ukrainekonflikt hätten die Kosten für Baumaterial bis zu 50 Prozent erhöht.

Mehrkosten als gebunden erklärt

Die Villa Flora wird neben dem Kunst Museum Winterthur beim Stadthaus und Reinhart am Stadtgarten als dritter Museumsstandort vom Kunstverein Winterthur betrieben werden. Der Umbau der Villa zum Museum und deren Betrieb durch den Kunstverein geht auf einen Parlamentsbeschluss zurück und ist Teil der Umsetzung des städtischen Museumskonzepts. Die Kosten der Sanierungs- und Umbauarbeiten werden dabei zur Hauptsache durch Drittmittel in der Höhe von acht Millionen Franken gedeckt. Die entstandenen Mehrkosten hat der Stadtrat an seiner letzten Sitzung für gebunden erklärt, wie er mitteilt.

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