Publiziert 22. Aug. 2022, 13:33
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«Eine Heimkehr nach Mass»

Das waren die 47. Winterthurer Musikfestwochen

Nach drei Jahren Abwesenheit sind die Winterthurer Musikfestwochen nach Hause in die Altstadt zurückgekehrt. Fulminant und voller Freude. Nebst dem gebärdensprachverdolmetschten Konzert von Phenomden und der Einführung des Awareness-Teams prägte das musikalische Programm die 47. Festivalausgabe.

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red
Nach drei Jahren kehrten die Musikfestwochen in die Altstadt zurück – ganz zur Freude der rund 60'000 Besucherinnen und Besuchern.

Nach drei Jahren kehrten die Musikfestwochen in die Altstadt zurück – ganz zur Freude der rund 60'000 Besucherinnen und Besuchern.
Andrin Fretz

Die Freude über die Rückkehr in die Altstadt war förmlich spürbar. Rund 60'000 Besucherinnen und Besucher besuchten die gut 100 Konzerte und Veranstaltungen der Musikfestwochen (MFW) und verwandelten Steinberggasse, Kirchplatz und Graben wieder in zauberhafte Kulissen. An fünf Abenden mussten die Eingänge gar zeitweise geschlossen werden, weil die Maximalkapazität erreicht war. Dennoch verlief das Festival friedlich.

Dafür sorgte auch ein erstmals eingesetztes Awareness-Team, das bei Grenzüberschreitungen als erste Anlaufstelle diente. Wie die MFW-Verantwortlichen mitteilen, wurden 19 Vorfälle unterschiedlichster Art protokolliert. «Wir sind uns bewusst: Die Anzahl gemeldeter Fälle sind immer noch nur ein Bruchteil der tatsächlichen Fallzahl», heisst es im medialen Schreiben. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Umso wichtiger werde es sein, an der kommenden Festivalausgabe die Bemühungen rund um das Thema Awareness zu intensivieren.

28'000 freiwillige Helferstunden

Am Mittwoch, 17. August, kam es zu einer weiteren Premiere: Das Konzert von Phenomden wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein MUX für Gehörlose auf Gebärdensprache verdolmetscht. Die Resonanz der gut 80 bis 100 anwesenden Gehörlosen – vor ausverkauftem Haus – sei mehrheitlich positiv gewesen, schreiben die Organisatoren weiter. «Dank konstruktiver Kritik von Betroffenen können wir uns aber in diesem Bereich auch noch verbessern.»

Dankbar zeigt sich das 43-köpfige OK nach zehn Tagen Musikfestival auch für alle Helferinnen und Helfern, die rund 28'000 Stunden Freiwilligenarbeit leisteten. «Trotz zwischenzeitlich düster aussehenden Zahlen bei den Helfenden konnten alle notwendigen Schichten stets abgedeckt werden. Wir sind allen Beteiligten unendlich dankbar dafür.»

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