Publiziert 11. Mai 2022, 11:15
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Rassismus-Workshop und «Family Day»

Afro-Pfingsten präsentieren komplettes Programm

Vom 1. bis 6. Juni finden die Afro-Pfingsten in der Altstadt, im Salzhaus und in der Liebestrasse statt. Neu bieten die Veranstalter einen Workshop zum Thema Rassismus sowie einen «Family Day» an.

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red
In drei Wochen finden die Afro-Pfingsten statt. Die Veranstalter setzen neu auf einen Rassismus-Workshop und auf einen «Family Day».

In drei Wochen finden die Afro-Pfingsten statt. Die Veranstalter setzen neu auf einen Rassismus-Workshop und auf einen «Family Day».
zvg

Workshops, Filmvorführungen, eine Kunst- und Fotoausstellung, Podiumsdiskussionen, Partys, Clubkonzerte, Strassenkunst – drei Wochen vor den Afro-Pfingsten, die vom 1. bis 6. Juni in der Altstadt, dem Salzhaus und in der Liebestrasse stattfinden, steht das komplette Programm. Wie die Verantwortliche in einer Medienmitteilung schreiben, können die Besuchenden neben dem traditionsreichen Markt und vier Konzertabenden zahlreiche Workshops, kulturelle Veranstaltungen sowie einen «Family Day» erleben. Letzterer findet am Pfingstsonntag von 11.30 bis 19 Uhr in der Liebestrasse statt und ermöglicht Gross und Klein, kostenlose Tanz- und Akrobatikdarbietungen, Konzerte und Lesungen zu besuchen. Auftreten werden unter anderem der Kabarettist und Autor Ibrahima Ndiaye, die Akrobatiktruppe «Afrobatic», der Chor «Soulfamily» sowie der Multiinstrumentalist und Perkussionist Pape Dieye.

Zusätzlich findet am Pfingstsonntag ein Filmfestival statt. Um 17 Uhr wird der preisgekrönte Dokumentarfilm «Samos – The Faces Of Our Border» gezeigt, der vom gleichnamigen Flüchtlingslager in Griechenland handelt. Im Anschluss an die kostenlose Vorführung sprechen an einer Podiumsdiskussion Betroffene, Fachpersonen und der Filmemacher Shams Abou El Enein über ihre Erfahrungen. Das Kiwi Loge zeigt zudem den ganzen Tag speziell ausgesuchte Studio-Filme mit multikulturellen Bezügen, «die dazu einladen, Blicke über den Tellerrand zu wagen», heisst es seitens Afro-Pfingsten.

Kostenlose Workshops zum Thema Rassismus

Das Festival führt dieses Jahr zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit dem Verein «Diversum» kostenlose Workshops zum Thema Anti-Rassismus durch. An einem Auseinandersetzungs-Workshop am Donnerstagabend können sich Personen, die nicht von Rassismus betroffen sind, dem schwierigen Thema annähern und ihre eigenen Haltungen reflektieren. An einem Empowerment-Workshop können sich am Pfingstmontag Personen, die in ihrem Alltag Rassismus erleben, in einem geschützten Rahmen über ihre Erlebnisse austauschen und Strategien zum Umgang mit Rassismus entwickeln. «Interkulturelle Begegnungen gehören in der Schweiz längst zur Tagesordnung, doch finden sie im Alltag oftmals nur oberflächlich statt», schreiben die Organisatoren. Diese Oberfläche möchten sie durchbrechen und bewusst Begegnungen entstehen lassen, in denen es zu Annäherungen kommt.

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