Publiziert 03. Okt. 2022, 14:37
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Gewalttat an Bushaltestelle «Waser»

Polizei verhaftet mutmassliche Täter

Ein Monat nach der Gewalttat an der Bushaltestelle «Waser» in Seen konnte die Polizei die mutmasslichen Täter ermitteln und verhaften. Die Hintergründe des Delikts sind noch nicht bekannt.

r
red
Anfang September wurde ein 32-Jähriger an der Haltestelle «Waser» in Seen von mehreren jungen Männern verprügelt und angezündet. Die mutmasslichen Täter konnten nun verhaftet werden.

Anfang September wurde ein 32-Jähriger an der Haltestelle «Waser» in Seen von mehreren jungen Männern verprügelt und angezündet. Die mutmasslichen Täter konnten nun verhaftet werden.
George Stutz

Die Gewalttat von Anfang September an der Bushaltestelle «Waser» in Seen gegen einen 32-jährigen Fahrgast beschäftigte auch Tage danach. Wie die Kantonspolizei Zürich nun gemeinsam mit der Zürcher Staatsanwaltschaft und der Jugendanwaltschaft Winterthur mitteilt, konnten die mutmasslichen Täter ermittelt und verhaftet werden. Die Ermittlungen führten in der vergangenen Woche zur Verhaftung eines 18-jährigen Schweizers und eines gleichaltrigen Neuseeländers. Die zwei mutmasslichen Täter stehen unter dringendem Tatverdacht, nach einer vorerst verbalen Auseinandersetzung in einem Bus der Linie 2 an der Bushaltestelle «Waser» zusammen mit dem 32-Jährigen ausgestiegen zu sein. Nachdem das Fahrzeug losgefahren war, schlugen und traten mehrere Männer aus der Gruppe das Opfer mit Fäusten und Füssen. Ebenso versprühte mindestens ein Mitglied der Gruppe eine brennbare Substanz und ein Beschuldigter entzündete diese, sodass das Opfer nebst Prellungen auch Brandverletzungen erlitt.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Winterthur zwölf weitere junge Männer im Alter zwischen 15 und 19 Jahren vorläufig festgenommen, die bei der Tat dabei waren. Gemäss Mitteilung stammen sie aus der Schweiz und Italien und wurden nach den Befragungen wieder entlassen. Das Opfer konnte das Spital nach der Behandlung der Verletzungen wieder verlassen.

Mutmassliche Haupttäter zeigen sich nicht geständig

Die genauen Umstände und die Hintergründe des Gewaltdeliktes sind weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die zwei 18-jährigen, mutmasslichen Haupttäter zeigen sich der vorgeworfenen Tat nicht geständig. Gegen sie hat das Zwangsmassnahmengericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft angeordnet. Für alle Beschuldigten gilt bis zum rechtskräftigen Verfahrensabschluss die Unschuldsvermutung.

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