Publiziert 20. Dez. 2022, 07:09
8400

Sachschaden in Millionenhöhe

Kindergarten Schützenwiese ist nicht mehr benutzbar

Der Kindergarten Schützenwiese stand seit 5 Uhr morgens in Flammen. Verletzt wurde niemand. Mittlerweile ist klar: Der «Chindsgi» erlitt Totalschaden.

R
Ramona Kobe

Grosse Rauchwolke über Winterthur: Am Dienstagmorgen, 20. Dezember, stand der Kindergarten Schützenwiese in Flammen. Die erste Meldung wegen Rauchgeruch ging um 5 Uhr bei der Stadtpolizei Winterthur ein, wie Mediensprecherin Larissa Ritschard vor Ort mitteilt. Die ausgerückten Polizisten stellten den Brand fest und boten sogleich die Feuerwehr auf. Die Löscharbeiten gestalteten sich allerdings als schwierig, weil die Einsatzkräfte wegen Einsturzgefahr nicht ins Gebäude hinein konnten, sagt Ritschard weiter. Die Feuerwehr – während den Löscharbeiten standen rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz – musste schwere Baumaschinen einsetzen, um das Dach des Gebäudes abzutragen. Wie die Kantonspolizei Zürich kurz nach 14 Uhr mitteilte, entstand Sachschaden, der eine Million Franken übersteigen dürfte. Das Kindergartengebäude sei nicht mehr benutzbar.

Ursache noch nicht geklärt

Bereits am Morgen gab die Stadtpolizei Winterthur Entwarnung: Zur Zeit des Brandausbruchs befand sich niemand im Gebäude, entsprechend wurde niemand verletzt, auch keine Einsatzkräfte. Die Hühner, die sich neben dem Kindergarten in einem kleinen Stall befanden, konnten in Sicherheit gebracht werden. Die Schützenstrasse war aufgrund des Brandes in beide Richtungen gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet. Gemäss Kapo musste eine Gasleitung zum Brandobjekt aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden.

Die Ursache des Feuers ist nach wie vor noch unbekannt und wird durch den Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Zürich abgeklärt.

Gemeinsam mit der Kantonspolizei Zürich standen die Berufsfeuerwehr sowie freiwillige Feuerwehr und der Zivilschutz von Schutz & Intervention Winterthur, die Stadtpolizei Winterthur, die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, das Statthalteramt Winterthur, vorsorglich der Rettungsdienst des Kantonsspitals Winterthur, die Stadtwerke Winterthur, Vertreter mehrerer Amtsstellen der Stadt Winterthur sowie ein Bauingenieur und eine private Bauunternehmung im Einsatz.

Ein Stück Winterthurer Geschichte

Der Schock bei den Anwohnenden ist gross. Auch deshalb, weil der «Chindsgi» auf eine langjährige Geschichte zurück blickt: Seit 1875 gehen im ehemaligen Schützenhäuschen, das vor fast 300 Jahren ursprünglich in der Nähe des heutigen Stadthauses errichtet wurde, Kinder ein und aus.

Das könnte Sie auch interessieren