Publiziert 07. Sep. 2022, 10:28
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Nach Gewalttat an Bushaltestelle

Die Ermittlungen laufen weiter

Die Polizei hat neue Hinweise zur Gewalttat an der Bushaltestelle «Waser» in Seen erhalten, die das Verkehrspersonal im ganzen Kanton beschäftigt. Dem 32-jährigen Opfer geht es besser.

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red


Die Gewalttat vom vergangenen Samstagabend an der Bushaltestelle «Waser» in Seen gegen einen 32-jährigen Fahrgast beschäftigt auch Tage danach. Wie Carmen Surber vom Mediendienst der Kantonspolizei Zürich gegenüber dem «Landboten» sagte, gehe es dem attackierten Mann inzwischen besser. Auf den Zeugenaufruf hin seien einige Hinweise eingegangen; die Ermittlungen würden weiter laufen.

Gemäss Michael Poysden, Leiter Marketing und Kommunikation von Stadtbus, wurde die Videosequenz des Vorfalls der Staatsanwaltschaft übergeben. Denn das Fahrzeug der Linie 2, in der sich die Täter aufgehalten hatten, bevor sie den Mann zusammenschlugen und anzündeten, war wie alle Stadtbusse in Winterthur mit Videokameras ausgerüstet. «Einen vergleichbaren Fall gab es in den letzten Jahren nicht», stellte Poysden gegenüber der Tageszeitung klar.

Solche Vorfälle verängstigen Verkehrspersonal

Auch beim Verband des Personals öffentlicher Dienste der Region Zürich (VPOD Zürich) erregt der brutale Zwischenfall Aufsehen, wie die Recherche des «Landboten» weiter zeigt. VPOD-Gewerkschaftssekretär Duri Beer könne sich nicht daran erinnern, jemals etwas Vergleichbares, also auch mit dem Einsatz von Brandflüssigkeit, gehört zu haben. Ein solcher Vorfall würde beim Verkehrspersonal Angst hervorrufen; bereits jetzt seien der Samstagabend sowie Nachtschichten schwierig zu besetzen. Gemäss dem Gewerkschaftssekretär falle es dem Verkehrspersonal wie auch dem Gesundheitspersonal zusehends schwerer, mit den negativen Folgen der 24-Stunden-Gesellschaft umzugehen.

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