Publiziert 06. Juni 2022, 08:00
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Aktiv gegen den Fachkräftemangel

In Winti öffnet das erste öffentliche Elektroniklabor der Schweiz

Das FabLab Winti eröffnet am Dienstag, 7. Juni, im Technopark Winterthur einen Elektronik- und Software-Arbeitsplatz. Damit entsteht das erste öffentlich zugängliche Elektroniklabor der Schweiz.

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George Stutz
Das Fablab Winti ist im Technopark Winterthur eingemietet und steht der Bevölkerung als Werk- und Denkplatz zur Verfügung.

Das Fablab Winti ist im Technopark Winterthur eingemietet und steht der Bevölkerung als Werk- und Denkplatz zur Verfügung.
zvg

Der Fachkräftemangel ist auch bei vielen Unternehmen des Technologiebereiches angekommen. Vor allem in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technologie) fehlen die Spezialistinnen und Spezialisten bereits heute. Mit dem ersten öffentlich zugänglichen Elektroniklabor der Schweiz, das diesen Dienstag, 7. Juni, eröffnet, möchte das FabLab Wintidem Fachkräftemangel aktiv begegnen. Es will dabei technikinteressierten SchülerInnen, Lehrlingen, GymnasiastInnen, engagierten Lehrpersonen, kreativen Menschen aus allen Branchen der Geschäftswelt sowie allen interessierten Personen ermöglichen, sich einfach und unkompliziert mit der Welt der Elektronik auseinanderzusetzen.

Modernster Elektronik- und Software-Arbeitsplatz

Das FabLab Winti ist eine öffentliche Werkstatt für digitale Fabrikation, in der seit 2014 das Selbermachen im Zentrum steht. Zusätzlich zu den modernen 3D-Druckern, zwei leistungsstarken Lasercuttern und einer gut eingerichteten mechanischen Werkstatt stellt das FabLab Winti nun auch einen topmodernen Elektronik- und Software-Arbeitsplatz zur Verfügung.

«Das FabLab Winti schafft es auf spielerische Art und Weise, Menschen für die Technik zu begeistern. Als Technologieunternehmen profitieren wir von dieser Grundlagenarbeit und unterstützen darum die Weiterentwicklung des FabLabs hier in Winterthur», sagt Rainer Dübi, President Services Division bei Burckhardt Compression.

Kleinste Bauteile – höchste Frequenzen

Das neue Elektroniklabor bietet alles, was für einfache bis sehr anspruchsvolle Elektronik- und Embedded-Software-Projekte benötigt wird. Dank einem Schablonendrucker für das Aufbringen von Lötpaste auf eine Leiterplatte und einem Reflow-Ofen können qualitativ hochwertige Leiterplatten bestückt werden.

Der Lötplatz bietet Lötwerkzeuge für die Arbeit mit kleinsten Elektronik-Bauteilen, und ein hochauflösendes Stereomikroskop erlaubt die Kontrolle und Reparatur von moderner Elektronik. Da heute viele Elektronik-Entwicklungen Wireless-Anwendungen sind, ist der Messplatz auch mit erstklassigen Messinstrumenten für Hochfrequenz-Anwendungen ausgerüstet. «Die Idee, eine top ausgerüstete Werkstatt unter den Mitgliedern eines Vereins zu teilen und so der breiten Öffentlichkeit einen niederschwelligen Zugang zu moderner Technologie zu ermöglichen, begeistert uns», betont Christof Hasler, Inhaber von Hasler + Co. AG. «Daher unterstützen wir dies als Sponsor.»